Winzergespräch Nr. 6 mit Elisabeth Finkbeiner

8. November 2019

Winzergespräch Nr. 6 mit Elisabeth Finkbeiner

Elisabeth Finkbeiner leitet die Geschicke von Campo alla Sughera seit drei Jahren. Mit viel Einsatz verfolgt sie gemeinsam mit ihrem kleinen Team ein Ziel: elegante Weine, die zu den besten und gefragtesten Bolgheri Rosso gehören.



Campo alla Sughera: ein kleines Juwel inmitten des Bolgheri, einer der bekanntesten Regionen der neueren italienischen Weingeschichte. Nicht zuletzt dank dem unermüdlichen Einsatz von Weingutsleiterin Elisabeth Finkbeiner. Bei ihrem Besuch Ende Oktober hat Fabian Kohler mit ihr über die Besonderheiten des Bolgheris sowie die Vorteile und Herausforderungen des kleinen, jungen Weinguts gesprochen.

Campo alla Sughera ist ein relativ junges Weingut. Wie hat alles angefangen?

1997 kaufte die deutsche Unternehmerfamilie Knauf im Bolgheri 16 Hektaren Brachland. Ausser einer Korkeiche stand da gar nichts. Der Korkeiche wegen auch unser Name Campo alla Sughera, zu Deutsch «Feld der Korkeichen». Zur gleichen Zeit kaufte übrigens auch Angelo Gaja rund um unser Grundstück Ca’Marcanda, heute eines der grössten Rebgüter im Bolgheri. In den folgenden 20 Jahren entstand hier ein kleines Juwel. Und heute dürfen wir sagen, sind wir in der Top-Liga der Supertuscans angekommen.

Was macht Campo alla Sughera besonders?
 
Wir sind an unserem Standort wirklich gesegnet mit den Böden aus Ton, Lehm und Kieselböden mit gutem Wasserabzug. Auch sind wir mit 16 Hektaren Reben relativ klein – im Vergleich: Sassicaia erstreckt sich über rund 100 Hektaren. Daher können wir alle wichtigen Arbeiten mit den eigenen Leuten und von Hand erledigen. Auch ist es uns bei dieser Grösse möglich, für jede Kleinparzelle den optimalen Lesezeitpunkt zu bestimmen. Auch werden wir nie unser höchstes Credo vergessen, das wir tagtäglich leben: «Maximaler Einsatz im Rebberg, minimaler Eingriff im Keller».

Bolgheri ist momentan in aller Munde, sprich DIE Region in Italien. Warum?

Wir haben hier ein einzigartiges Mikroklima mit dem Einfluss des Meeres, Zypressen, welche die starken Winde abhalten sowie die Lehm- und Kieselböden, welche kräftige, aber dennoch elegante Weine ergeben. Und nicht zuletzt profitieren wir von der intakten Biodiversität mit Gemüse- und Obstbau. Das alles ergibt im besten Fall tiefgründig, charaktervolle Weine.

Was sind die Herausforderungen für die Zukunft von Campo alla Sughera:

 

Nebst der Klimaveränderung sehe es ich als besonders spannend, wohin sich die Märkte und die Vorlieben der Kundinnen und Kunden hinbewegen. Wir sind sehr bestrebt, unsere Weine noch eleganter hinzubekommen. Ich bin mir sicher, mit deutscher Präzision und italienischer Passion werden wir diese und weitere Herausforderungen meistern.

 

Die Weine
Die Weine von Campo alla Sughera finden Sie in unserem Webshop oder in Fischers WEINLADEN.

Winzergespräch

Fischer Weine im Gespräch mit Winzern. In einer losen Reihe stellen wir Ihnen in Form von Kurzinterviews Winzerinnen und Winzer aus dem In- und Ausland vor.